Art.-Nr.: LD0001-024

HASS Amber Mill | Lithiumdisilikat-Blöcke | C14 | 12x14x18 mm | 5er-Pack A1

127,00 €
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Amber Mill von HASS ist ein fräsbarer Nano-Lithiumdisilikat-Block (NLD-Technologie) für die digitale Herstellung hochästhetischer Einzelzahnversorgungen. Das Material vereint natürliche Opaleszenz und Fluoreszenz mit einer Festigkeit von über 450 MPa nach der Kristallisation.

Technische Merkmale

  • Materialtyp: Nano-Lithiumdisilikat-Glaskeramik (NLD-Technologie)
  • Festigkeit (Rohling): ca. 250 MPa (optimiert für präzises Nassschleifen)
  • Festigkeit (final): > 450 MPa nach Kristallisation
  • Transluzenzstufen: HT+ / HT / MT / LT / MO – alle aus einem Block
  • Verarbeitung: Nassschleifen, anschließend Kristallisation
  • Zertifizierung: CE 2195, FDA (RX Only)

Vorteile

  • Fünf Transluzenzstufen
    Durch Variation der Kristallisationstemperatur (840–870 °C) entstehen fünf Transluzenzstufen aus einem Block.
  • Weniger Lageraufwand
    Ein Block pro Farbe deckt das gesamte Transluzenzspektrum ab, weniger SKUs, geringere Kapitalbindung.
  • Präzisere Kanten
    Im Rohlingszustand ist Amber Mill weniger spröde (~250 MPa) als konventionelle LS2-Blöcke – ideal für feine Kanten.
  • Hohe Festigkeit nach Brand
    Nach Kristallisation erreicht das Material >450 MPa – okklusal belastbar für Einzelkronen im Seitenzahnbereich.
  • Langfristige Farbstabilität
    Hochreine Ausgangsmaterialien und minimierte Alkali-Verunreinigungen sorgen für eine dichte Glasmatrix und dauerhaft stabile Farbe.
  • Natürliche Ästhetik
    Opaleszenz, Fluoreszenz und ein multichromerVerlauf imitieren natürliche Zahnhartsubstanz – ideal für Veneers und Frontzähne.

Was Amber Mill von anderen Lithiumdisilikat-Blöcken unterscheidet: Die Transluzenz ist nicht fix im Block eingestellt, sondern wird über die Kristallisationstemperatur gesteuert. Ein einziger Block deckt so fünf definierte Transluzenzstufen ab – von HT+ (transparentes Schmelzniveau) bis MO (opakes Dentinniveau). Das reduziert die nötige Blockvielfalt im Lager spürbar und verhindert Engpässe im Tagesablauf.

Lithiumdisilikat im CAD/CAM-Ablauf – was Amber Mill anders macht

Im digitalen Labor beginnt die Restauration am Scanner und endet im Brennofen. Dazwischen stehen Design, Fräsen und der Kristallisationsbrand. Amber Mill ist für genau diesen Ablauf entwickelt worden – mit einem Materialprofil, das beim Schleifen anders reagiert als nach dem Brand.

Vor dem Brand ist der Block bewusst weicher gehalten. Das klingt zunächst kontraintuitiv, hat aber einen konkreten Vorteil beim Fräsen: Kanten bleiben stabil, Ausbrüche sind seltener, die Passform kommt präziser aus der Maschine. Wer bisher mit spröderen LS2-Blöcken gearbeitet hat, merkt den Unterschied besonders bei dünnen Veneers und feinen Randgeometrien.

Nach der Kristallisation kehrt sich das Bild um: Das Material erreicht über 450 MPa, die Glasmatrix ist vollständig ausgebildet. Der entscheidende Parameter für das Ergebnis ist die Temperatur beim Transluzenzbrennprogramm. Höhere Temperaturen erzeugen gröbere Kristallstrukturen, die Licht stärker streuen – das Ergebnis wird opaker. Niedrigere Temperaturen liefern feinere Strukturen und mehr Lichtdurchlässigkeit. Diese Steuerung erfolgt in einem Bereich von 840 °C (HT+) bis 870 °C (MO), wobei jede Stufe ein eigenes, reproduzierbares Ergebnis liefert – vorausgesetzt, der Ofen ist kalibriert.

Für die Transluzenzsteuerung gilt: Temperatur und Haltezeit zusammen bestimmen das Ergebnis. Wer eine Zwischenstufe erreichen möchte, kann die Temperatur schrittweise anpassen. Das Calibration Kit von HASS hilft dabei, den eigenen Ofen auf Amber Mill einzumessen – eine Investition, die sich bei regelmäßigem Einsatz schnell amortisiert.

Systemintegration & Support

Amber Mill lässt sich in gängige CAD/CAM-Systeme integrieren. Die Verarbeitung erfolgt durch Nassschleifen. Für den Kristallisationsbrand sind im Manual dokumentierte Programmparameter für DEKEMA Austromat 624i/654, Ivoclar Vivadent Programat CS und VITA VACUMAT hinterlegt. Andere kalibrierte Keramiköfen lassen sich mit Hilfe des Amber Mill Calibration Kit einmessen.

Ein Punkt, der in der Praxis regelmäßig Fragen aufwirft: die Ofenkalibrierung. Jeder Ofen verhält sich etwas anders, und selbst baugleiche Geräte im selben Labor können abweichen. HASS empfiehlt eine Kalibrierung bei Inbetriebnahme eines neuen Ofens und danach mindestens alle sechs Monate.

  • Veneers und Non-Prep-Veneers im Frontzahnbereich mit hohen Ästhetikanforderungen
  • Inlays und Onlays als klassische und bewährte LS2-Indikation
  • Einzelkronen anterior und posterior, monolithisch oder mit Verblendung (Stain, Cutback, Layering)
  • Teilkronen bei geeigneter Präparationsgeometrie und ausreichender Wandstärke
  • 3-gliedrige Brücken bis zum einschließlich zweiten Prämolaren

Materialtyp: Nano-Lithiumdisilikat-Glaskeramik (NLD-Technologie)
Festigkeit vor Kristallisation: ca. 250 MPa
Festigkeit nach Kristallisation: > 450 MPa
Schrumpf (Shrinkage): ca. 0,5 % – Skalierungsempfehlung im CAM: 1,005
Max. Brenntemperatur: 885 °C (inkl. Nachbrand und Glasur)
Zertifizierungen: CE 2195, FDA (RX Only)
Kristallisationstemperaturen: HT+ (Transparenzschmelz): 840 °C
HT (Schmelz): 850 °C
MT (Mittlere Transluzenz): 855 °C
LT (Dentin): 860 °C
MO (Opakes Dentin): 870 °C
Blockgrößen: C12: 10 × 12 × 15 mm, 5 Blöcke
C14: 12 × 14 × 18 mm, 5 Blöcke
C32: 14 × 14 × 32 mm, 3 Blöcke
C40: 15 × 15 × 38 mm, 3 Blöcke
Farben: A1, A2, A3, A3.5, B1, B2, B3, B4, C1, C2, C3, C4, D2, D3, D4, W1, W2, W3, W4

Technisch kompatibel mit

  • CAD/CAM-Systeme mit Nassschleif-Funktion für Lithiumdisilikat

Validiert für

  • DEKEMA Austromat 624i / 654
  • Ivoclar Vivadent Programat CS
  • VITA VACUMAT
  • Andere Keramiköfen können nach Kalibrierung mit dem Amber Mill Calibration Kit auch eingesetzt werden.

  • C12: 5 Blöcke Amber Mill, Größe 10 × 12 × 15 mm, pro Verpackung
  • C14: 5 Blöcke Amber Mill, Größe 12 × 14 × 18 mm, pro Verpackung
  • C32: 3 Blöcke Amber Mill, Größe 14 × 14 × 32 mm, pro Verpackung
  • C40: 3 Blöcke Amber Mill, Größe 15 × 15 × 38 mm, pro Verpackung

HASS Corporation ist ein koreanischer Hersteller von Dentalwerkstoffen und CAD/CAM-Materialien mit Sitz in Gangneung-si, Gangwon-do. Das Unternehmen entwickelt Restaurationsmaterialien für den digitalen Dentalbereich und vertreibt seine Produkte international. Zur Produktlinie gehören Lithiumdisilikat-Werkstoffe der Amber-Serie sowie Zirkoniumdioxid-Produkte der Rosetta-Serie. HASS ist auf Materialien für Dental- und Praxislabore spezialisiert.

Für welche Indikationen kann ich Amber Mill einsetzen?
Amber Mill ist zugelassen und geeignet für Inlays, Onlays, Veneers, Non-Prep-Veneers, Teilkronen, Einzelkronen anterior und posterior sowie 3-gliedrige Brücken bis zum zweiten Prämolaren. Nicht geeignet ist das Material bei Bruxismus, Maryland-Brücken, Freiend-Brücken, sehr tief subgingivalen Präparationen oder stark reduziertem Restzahnbestand. Die aktuelle Hersteller-Anleitung gibt verbindliche Mindestwandstärken und Verbinderquerschnitte vor.
Wie steuere ich die Transluzenz und was passiert, wenn mein Ofen abweicht?
Die Transluzenzstufe ergibt sich aus der Kristallisationstemperatur: HT+ bei 840 °C, HT bei 850 °C, MT bei 855 °C, LT bei 860 °C, MO bei 870 °C. Weil jeder Ofen etwas anders arbeitet, empfiehlt der Hersteller eine Kalibrierung vor dem ersten Einsatz und danach mindestens alle sechs Monate – am besten mit dem Amber Mill Calibration Kit. Abweichungen lassen sich über das MCK (Measurable Calibration Kit) messen und der Solltemperaturwert entsprechend korrigieren.
Welche Verblendmaterialien und Glasuren passen zu Amber Mill?
Kompatibel sind LS2-Verblendkeramiken mit einem CTE ≤ 10,0 × 10⁻⁶/°C sowie Zirkon-Verblendkeramiken mit einer Sintertemperatur von maximal 850 °C. Für Stain & Glaze gilt: Brenntemperatur muss unter 850 °C liegen und der WAK/CTE muss zum Material passen. Handelsübliche kompatible Malfarben und Glasuren können laut TFB eingesetzt werden.
Muss ich bei der Fräsmaschine etwas einstellen?
Amber Mill wird nassgeschliffen – die Fräsmaschine muss LS2-Keramik verarbeiten können. Außerdem empfiehlt der Hersteller, den Skalierungswert im CAM auf 1,005 zu setzen, um den Schrumpf von ca. 0,5 % beim Kristallisationsbrand auszugleichen. Die Passform kann je nach Maschinentyp und Fräserbedingungen variieren.
Kann ich Amber Mill auch nachbrennen oder umfärben?
Ja, Nachbrand ist möglich. Die Temperatur beim Nachbrand entspricht der des ursprünglichen Kristallisationsprogramms. Wichtig: Die maximale Temperatur von 885 °C darf bei keinem Brennschritt überschritten werden. Durch einen weiteren Brand mit höherer Temperatur lässt sich die Transluzenz in Richtung opaker verschieben – ein Wechsel zurück zu höherer Transluzenz ist nicht möglich.
Produktgewicht: 0,06 kg
Peter Eicke | Kundenberatung

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